Mörtel- und Betonlabor

Beton- und Mörtellabor

Im Beton- und Mörtellabor des WiB werden die verschiedenen zu untersuchenden Mischungsentwürfe hergestellt, die wir bei bedarf selbst entwickeln. In diesen Laboren können Frischmörtel- und Frischbetonuntersuchungen durchgeführt werden. Die Labore selbst sind standardklimatisiert und sind mit verschiedenen Mischern zur Herstellung und Geräten zur Untersuchung der frischen, nicht abgebundenen mineralischen Bindemitteln ausgestattet.

Mörtellabor

Mörtel- und Betonlabor

Das Institut für Werkstoffe im Bauwesen verfügt neben einem Chemie-, Mikro- und Makrolabor über ein standardklimatisiertes Mörtel- und Betonlabor mit einer breiten Ausstattung verschiedenster Mischer und Gerätschaften zur Untersuchung frischer, nicht abgebundener mineralischer Materialien. Ein Teil dieser Geräte ist auf dieser Seite abgebildet.

Untersuchungen

Im Mörtellabor können neben den genormten Standarduntersuchungen zu Frischbetonen und Frischmörteln (Ausbreitmaß, Setzmaß, Verdichtungsmaß usw.) auch neue Entwürfe getestet werden.

Am WiB werden verschiedene Bindemittelsysteme (zementgebundene, Geopolymere, Wirkung neuer Additive) erforscht, entwickelt und weiterentwickelt um je nach Anwendung die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Die Entwicklung und Herstellung verschiedener Schalungen für spezielle Probekörpergeometrien für weitere Untersuchungen oder als Untersuchungsgegenstand selbst sind am WiB eine Selbstverständlichkeit.

Beispiel: Konzeption einer individuellen Schalung

Simulation Rüttel-Press-Verfahren mit Sofortausschalung im Labormaßstab

  • Untersuchung der Stabilität beim Sofortausschalen von schmalen Probekörpern aus steifem Beton

Beton- und Mörtelmischer

Modelle:

Mixmatic Mörtelmischer mit automatischem Sandzulauf und Mörtelmischer ToniMIX Basic

Kurzbeschreibung:

Das Mörtellabor ist mit zwei DIN-Mischern (Planetenmischer) ausgestattet. Mit diesen Mischern lassen sich Mörtel nach verschiedenen Normen herstellen.

Prüfmöglichkeiten nach:

u.A. DIN EN 196-1, EN 196-3:2005, EN 413-2, EN 459-2, EN 480 / NF P15-314 / EN ISO 679, DIN 1164, ASTM C 305, Ö-Norm B3310

Modelle:

MAT Kolloidmischer

Kurzbeschreibung:

Der Kolloidalmischer der Firma MAT dient der Herstellung extrem homogener Zementleime. Die Mischtechnik sorgt für eine sehr gute Partikeltrennung und verhindert somit das Verklumpen. Dies führt zu einer Erhöhung der reaktiven Oberfläche und somit zu einer erhöhten Gesamtreaktivität.

Die Herstellung von solchen besonders homogenen Bindemittelleimen ist vor allem für reine Zementleimversuche (zur Untersuchung bestimmter Zusatzmittel oder -stoffe) und zur Herstellung mineralischer Schäume geeignet.

Im Betonlabor stehen mehrere Betonmischer zur Verfügung.

Mit diesen Mischern können Mischungsentwürfe vom Labor- bis in den Technikumsmaßstab erarbeitet und überprüft werden.

Mit dem Neopor Schaumgenerator können wässrige Schäume verschiedener Dichten hergestellt werden.

In Verbindung mit Zementleim entstehen mineralische Schäume, die unter anderem als Dämmstoff in monolithischer Bauweise verwendet werden können.

Mineralisierte Schäume haben eine hohe Brandsicherheit und können leicht rezykliert werden.

Das WiB arbeitet hierbei an verschiedenen Konzepten zur ökonomischen und ökologischen Nutzung in unterschiedlichen Anwendungsbereichen.

Untersuchungen an frischen zement- oder mit alternativen Bindemitteln gebundenen Systemen (Beton, Mörtel, Leim) sind für die Qualitätskontrolle innerhalb verschiedener Testreihen unerlässlich.

Diese Untersuchungsmethoden dienen jedoch auch der Überprüfung von Anwendbarkeit und Verwendbarkeit in der Praxis.

Die hier beschriebenen Möglichkeiten stellen einen kurzen Abriss der verfügbaren Untersuchungen und Versuchseinrichtung im Beton- und Mörtellabor des WiB dar.

Neben den instrumentellen Untersuchungsmöglichkeiten sind auch die üblichen standardisierten Gerätschaften zur Frischbeton-, Frischmörtel- und Frischleimuntersuchung vorhanden.

Weitere Geräte u. A.:

  • Thermo Scientific Viskosimeter (HAAKE Viscotester 550)
  • Schaumgenerator (Neopor)
  • Standardisierte Gerätschaften zur Frischbeton- und Frischleimuntersuchung

Mit dem Vicat-Gerät kann die Erhärtungszeit von Zementleimen bestimmt werden. Durch das Eindringverhalten der Vicat-Nadel in eine Zementleimprobe kannn das Erstarrungsverhalten beurteilt werden. Hierbei wird über die Eindringtiefe die Visoksität beurteilt um den Beginn des Erstarrens und das Erstarrungsende zu ermitteln.

Das I-Cal 4000 ist ein isothermes Reaktionskalorimeter. Es können bis zu vier Kanäle belegt und gemessen werden. Die Reaktionskalorimetrie dient der Feststellung der freiwerdenden Reaktionswärme. Somit kann die Reaktion anhand ihrer Energieabgabe in Form von Wärme beurteilt werden. Dies dient der Ermittelung der Hydratationswärme unter verschiedenen Einflüssen (bspw. Zugabe verschiedener Additive).

Das normgerechte Rotationsviskometer dient der Feststellung von Viskosität verschiedener Pasten und Flüssigkeiten. Somit können (Zement)Leime auf ihre Fließfähigkeit, Schubspannung und Fließgrenze hin untersucht werden.

Das Viskosimeter kann dies auch für nicht-Newtonsche Substanzen durchführen, womit eine Anwendung auch im Bereich von Geopolymeren möglich ist.