Exkursion_WiB

Exkursion am Institut für Werkstoffe im Bauwesen

Um den Studierenden die in den Master-Vorlesungen der Reihe „Bauen im Bestand“ sowie „Sonderbetone“ diskutierten Hintergründe eindrücklicher vermitteln zu können, wird durch das Institut für Werkstoffe im Bauwesen jährlich zum Ende des Sommersemesters eine dreitägige Exkursion angeboten.

Bild1: Gruppenfoto vor dem Einfahren in die Schiefergrube.
Bild1: Gruppenfoto vor dem Einfahren in die Schiefergrube.

Neben dem großen Lerneffekt durch regelrechtes „Begreifen“ in Steinbrüchen oder Herstellerwerken bleiben bei den Studierenden sicherlich auch die Gemeinschaft und das bessere Kennenlernen durch gemeinsames Abendprogramm in sehr positiver Erinnerung.

Bild 2: Steinbruch Weiberner Tuffstein, Abbau der Werksteine und Trassgewinnung.
Bild 2: Steinbruch Weiberner Tuffstein, Abbau der Werksteine und Trassgewinnung.

Das Exkursionsprogramm 2017 führte zunächst in die Vulkaneifel, wo die Gewinnung von Tuffstein und Trass (Bild 2) mitsamt der Abbautechnik und Steinverarbeitung usw. veranschaulicht wird. Die Weiterverarbeitung von Trass zu bspw. Trasskalk, aber auch die Herstellung weiterer Werktrockenmörtel, werden während einer umfassenden Werksbesichtigung gezeigt. Nach weiteren Stationen in Maria Laach mit aktuellen Baustellen insbesondere unter Aspekten der Bauwerkserhaltung bzw. Denkmalschutz (Bild 3) sowie der Besichtigung alter Trasshöhlen klang der erste Tag mit gemeinschaftlichem Abendessen, Kegelversuchen und einem Umtrunk aus.

Bild 3: Jesuiten-Gruft mit Salz- und Feuchteschäden auf dem Klostergelände.
Bild 3: Jesuiten-Gruft mit Salz- und Feuchteschäden auf dem Klostergelände.

Am nächsten Tag geht es in eindrucksvoller Weise untertage in ein Schieferbergwerk (Bild 1). Der bis heute aufwendig gewonnene Schiefer wird händisch weiterverarbeitet und in verschiedenen Formaten als Dachschiefer vermarktet. Herstellung und Einsatzmöglichkeiten des Schiefers am Bauwerk werden in Vorträgen vermittelt. Nach Weiterfahrt zu einem Recyclingwerk für Baustoffe und eingehender Besichtigung der technischen Anlagen und Aufbereitungsprozesse findet der zweite Abend und Übernachtung in Heidelberg statt, wo insbesondere in der schönen Altstadt zahlreiche Etablissements zum Verweilen einladen.

Bild 4: Brennofen zur Herstellung der Zementklinker.
Bild 4: Brennofen zur Herstellung der Zementklinker.

Der dritte Tag beginnt mit einer umfassenden Fachführung durch ein Zementwerk mit eingehender Betrachtung aller technischer Anlagen und ablaufender Prozesse. Vom angelieferten Rohstoff über dessen Aufmahlung und Vermischung bis hin zu den Brennprozessen zur Herstellung der Klinkerphasen oder die abschließende Qualitätskontrolle und Verpackung können alle Stationen aus der Nähe betrachtet werden. Die letzte Station führt zur BASF, wo Fachvorträge und Laborbesichtigungen Aspekte der Herstellung und den Einsatz von chemischen Zusatzmitteln usw. beinhalten.