Reststofffrei rezyklierbares Sandwichelement aus nicht brennbaren, rein mineralischen Werkstoffen

18.02.2019

Reststofffrei rezyklierbares Sandwichelement aus nicht brennbaren, rein mineralischen Werkstoffen

CO,-Vermeidung und CO,-Sequestrierung in der Betonpraxis

DBU gefoerdert
Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die Zementproduktion verursacht ca. 5 % der weltweiten CO2-Emissionen. Eine erhebliche Umweltrele-vanz ergibt sich bei der Herstellung von Zement nicht nur durch das Brennen selbst, sondern da pro-zessbedingt durch die sog. Kalksteinentsäuerung klimaschädliches CO2 ausgestoßen wird (etwa 55 % der Gesamtemissionen). Daneben steigt weltweit die Menge an Abfall drastisch und sorgt für eine sich immer weiter verschärfende Problematik der Entsorgung. So wurde es in Deutschland in den letzten Jah-ren versäumt für ausreichend Deponien zu sorgen, so dass der aktuelle „Bauboom“ zu Engpässen führt. Bauabfälle stellen deutschlandweit derzeit die Hälfte der zu deponierenden Reststoffe dar.

Mit dem |2CO2|sandwich sollen beide genannten Problemfelder adressiert werden. Zum einen soll in den Deckschichten aus Recyclingbeton des materialkonformen Sandwiches gezielt CO2 gespeichert und zum anderen durch eine neue Recyclingtechnik für den hochdämmfähigen zementgebundenen Schaum im Kern CO2-Emissionen vermieden werden.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines reststofffrei rezyklierbaren, leichten, nicht tragenden und hochwärmedämmenden Sandwichelements. Das Bauteil für Fassaden und Trennwände soll aus minera-lisch gebundenen Baustoffen bestehen und nicht brennbar sein. Die Deckschichten besteht aus Recyc-lingbeton, der Sandwichkern aus mineralisiertem Schaum niedriger Rohdichte

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Albrecht Gilka-Bötzow

Beteiligte Institutionen und Firmen

  • TU Darmstadt, Institut für Werkstoffe im Bauwesen
  • Südhessische Wertstoffrückgewinnungs GmbH, Messel
  • Zuber Betonwerk GmbH & Co. KG, Crailsheim
  • Wilhelm Röser Söhne GmbH & Co. KG, Neresheim-Dorfrmerkingen
  • TU Kaiserslautern, AG Baukonstruktion und Fertigteilbau, Kaiserslautern

Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt

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