Neue Untersuchungsmöglichkeiten dank neuem FTIR-Gerät

Das WiB besitzt nun ein FTIR und kann somit das bereits umfangreiche Mikrolabor um eine Untersuchungsmöglichkeit erweitern

01.06.2021

Das WiB legt großen Wert auf Untersuchungen im Mikro- und Nanoskalenbereich. Dazu ist unser Mikrolabor bereits bestens ausgestattet. Damit wir Untersuchungen weiterhin auf hohem Niveau und noch umfangreicher gestalten können, haben wir nun ein FTIR (Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer) in unseren Gerätebestand aufgenommen.

Die Fourier-Transformations-Infrarotspektroskopie ist eine Analysemethode, bei der mit Infrarotstrahlung (800 nm bis 1 mm Wellenlänge) eine Anregung verschiedener Energiezustände in Molekülen erfolgt.

Mittels FTIR können Fest- und Flüssigproben untersucht werden. Ein Infrarotstrahl (verschiedener Wellenlängen im Infrarotspektrum) wird auf eine Probe gerichtet. Durch die Absorption verschiedener Wellenlängen des Infrarotspektrums des Probenmaterials können Moleküle in der Probe identifiziert und die chemische Zusammensetzung qualifiziert und teilweise quantifiziert werden. Diese Untersuchung kann komplementär zu anderen chemisch-mineralogischen Untersuchungen herangezogen werden um zum Beispiel röntgenamorphe Proben zu charakterisieren.

In Zukunft sollen somit auch Festkörperreaktionen von verschiedenen Bindemitteln untersucht werden. Hier kommt es häufig zur Fällung von Feststoffen ohne feste Kristallstruktur. Um dennoch das Reaktionsverhalten nachvollziehen zu können, ist eine Analyse auf der Nanoebene unerlässlich. Mit dem AREM und EDX, sowie dem XRD bildet das FTIR hier eine sinnvolle Erweiterung und erlaubt es uns noch genauer und zielführender zu forschen und zu untersuchen.

Weiteres zu unseren Untersuchungsmöglichkeiten finden Sie hier.

FT-IR-Spektrometer Invenio-R von Bruker Optik GmbH